Balkan Legenden Leicht

Erlebe deine eigene Trail-Legende

Details

2 FREIE PLÄTZE

Termin: 21-30 August 2020
Region: Balkangebirge und Witoscha
Strecke: 265 km, ↑ 6800 hm, ↓ 10850 hm
Kondition: ★★★
Fahrtechnik: ★★★
Dauer: 10 Tage
Leistungen: 7 geführte Biketouren, 9 HP Übernachtungen in Hotels und Gästehäuser (★★★), Shuttle und Gepäcktransport
Preis: ab 950 EUR (DZ)

Tourbeschreibung

Das Balkan-Gebirge zieht sich quer durch ganz Bulgarien bis ans Schwarze Meer. Es ist Geburtsort von Schriftstellern, Freiheitskämpfern, Meistern traditioneller Handwerke, Schauplatz für Kriege und politische Ereignisse. Seine Buchenwälder und üppigen Weiden kennen wir wie unsere Westentasche und somit viele Geschichten und Legenden der Region. Mit unseren Bikes werden wir alpine Pfade, verspielte Trails und Wege auf den Süd- und Nordhängen sowie auf dem Hauptkamm des Zentralbalkans befahren. Vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten erzählt jeder Tag eine Geschichte aus vergangen Epochen und deren Helden. Eine Erlebnistour zum Niederschreiben eigener Trail-Legenden.

Etappen

21. August: Anreise nach Sofia

Individueller Flug nach Sofia. Transfer in die idyllische Stadt Troyan am Fuße des Balkangebirges (2,5 h). Unsere Unterkunft für die ersten zwei Nächte befindet sich inmitten schöner Naturlandschaft in der Siedlung Baba Stana. Check-In, Bike-Check, Tourbesprechung und geselliges Abendessen.

22. August: Tour über den Beklemeto-Pass

32 km, ↑ 600 hm, ↓ 1700 hm

In der Früh verladen wir die Bikes auf den Anhänger und der Shuttlebus bringt uns zum höchsten Bergpass auf dem Gebirge, den Beklemeto, 1525 m. Dieser liegt auf der altrömischen Straße Via Trayana, die einst als wichtigste Verbindungsstraße zwischen den Städten an der Donau und Plowdiw bekannt war. Vom Weiten sichtbar ist der 35 Meter hohe Friedensbogen, der den höchsten Punkt markiert und an dem wir unsere Bikes ausladen und mit der Tour beginnen. Von breiten Hochgebirgswegen und verspielten Trails blicken wir über das grüne Meer des Vorbalkans. Zahlreiche Täler und Hügel prägen die Landschaft, bis das Auge reicht. Sie sind als Lebenort und Beschützer für Mensch, Tier, Glauben und Tradition. Wir passieren viele spannende Orte wie Tscherni Osam, das drittgrößte Kloster des Landes. Abends kosten wir traditionelle Gerichte, zubereitet nach alten regionalen Rezepten.

23. August: Überquerung nach Kalofer

48 km, ↑ 1370 hm, ↓ 1380 hm

Wir packen unsere Koffer und ziehen heute weiter. Hinter Aprilzi, einem kleinen Gebirgskurort auf 550 Meter, geht es wieder bergauf zum Hauptkamm des Zentralbalkans. Die alte und zum Teil ausgewaschene Schotterstraße führt uns nach 11 km und 900 hm zur Hütte Tazha (1510 m), wo wir zu Mittag einkehren können. Nach der Mittagspause geht es geschmeidig bergab. Der breite Schotterweg zieht sich durch alte Buchenwälder und passiert den 85 Meter hohen Wasserfall Kademliiskoto Praskalo. Für die Trail-Finder gibt es am Ende noch ein Paar flowige Abkürzungen durch den Wald. Vom Dorf Tazha, im Süden des Berges bleiben noch 10 km zum Ziel der Tagesetappe. Der höchste Gipfel Botew blickt herab, auf die kleine revoluzionäre Stadt Kalofer. Sie ist der Geburtsort von Hristo Botew, einem der bedeutendsten Freiheitskämpfer und Poeten Bulgariens und ein Ort, an dem bulgarische Traditionen bis heute bewahrt und gelebt werden. Unsere Unterkunft ist ein gemütliches Familiengasthaus mit grünem Garten und Barbeque.

24. August: Der höchste Gipfel des Balkangebirges – der Botew 2376 m

35 km, ↑ 850 hm, ↓ 2180 hm (Länge kann je nach Transfer variieren und wird mit der Gruppe vor Ort abgestimmt)

Ein Tour-Highlight ist die Tagesetappe zum höchsten Gipfel des Balkan-Gebirges, dem Botew auf 2376 Meter. Wir starten mit einem Transfer bis zu einer Höhe von rund 1850 Metern. Die breite Schotterpiste mit mäßiger Steigung führt zu diesem Giganten. Auf wilden Weiden grasen im Sommer unzählige Schafe, Kühe und Pferde. Steile Felswände sind in den Nord- und Südhängen eingeschnitten. Sie bilden den Anfang vom größten Naturschutzgebiet und UNESCO Biosphärenreservat Dzhendem. Neben wechselhaftem Wetter, ist der Gipfel auch für sein 360°-Panorama bekannt. Bei klaren Wetterbedingungen reicht die Sicht bis zu den anderen hohen Bergen im Süden – Rhodopen, Rila und Pirin. Gipfelphoto vor der Wetterstation und Abfahrt zur kleinen Schutzhütte „Botew“, die sich ca. 300 m unterhalb vom Gipfel befindet. Sie bietet den Touristen warme Einkehr und meist vegetarische Suppen. Die weitere Abfahrt verspricht über 2000 Höhenmeter atemberaubender Ausblicke, teils fordernde Trails und sogar ein unvergesslicher Freeride zwischen den Wacholderbüschen. Am Ende des Tages wartet der Schuttlebus im Dorf Wasil Lewski und bringt uns zurück zur Unterkunft.

25. August: Von Kalofer nach Enina im Rosental

52 km, ↑ 1520 hm, ↓ 1530 hm

Wir fahren weiter Richtung Osten, durch das größte Rosenanbaugebiet des Landes. Der Shuttlebus bringt uns zum Dorf Yassenovo. Von dort aus folgen wir einem malerischen Flusstal und nach 700 hm erreichen wir den Hauptkamm. Wir passieren das geografische Zentrum Bulgariens – den Wintersportort Usana. Grüne Waldwege bringen uns zum Pass Shipka (1145 m). Es ist ein Ort von großer historischer Bedeutung. Das kolossale Monument und die umliegenden Kanonen erinnern an die letzten entscheidenden Kämpfe gegen das Osmanische Reich. Vom Dach des Denkmals genießen wir die Aussicht über die Donauebene im Norden und über das Rosental von Kazanlak. Zehn Kilometer weiter auf dem Hauptkamm liegen die Überreste des größten ideologisch motivierten Denkmals des Landes – Busludscha Denkmal. Dort beginnt auch die finale Trailabfahrt ins Dorf Enina (600 m), im Süden des Balkans. In dem Hotelgelände befindet sich auch eine Fischzucht. Zum Abendessen genießen wir frisch gefangene Forellen.

26. August: Busludscha Denkmal und Bozhentsi

38 km, ↑ 800 hm, ↓ 1450 hm

Nach den drei längeren Etappen, bietet dieser Tag ein Durchatmen und entspanntes Biken. Der Schuttlebus bringt uns bis knapp unterhalb des Busludscha Denkmals (1432 m). Diese gewaltige Ruine gehört zu den meist besichtigten Orten in Bulgarien. Sie ähnelt von außen einem Ufo und wurde der ehemals sozialistischen Bewegung Bulgariens gewidmet. Nach Zusammenbruch des sozialistischen Staates im Jahre 1989, gab es keine Bestrebungen mehr das Denkmal zu erhalten, so dass es über die Jahre zerfallen ist und heute nur noch von außen besichtigt werden kann. Wir radeln weiter entlang des Balkan-Hauptkamms und erreichen eine Windkraftanlage. Schmale Waldwege und Trails führen zum kleinen Ort Platschkowtzi. Von dort aus folgen wir einer kleinen Asphaltstraße nach Trjawna. Zeit zum Mittagessen und Bummeln in der historischen Altstadt, vorbei an kleinen Handwerksstätten, Konditoreien und Cafés. Nur 8 Kilometer trennen uns vom Tagesziel. Eine drei Kilometer lange, verspielte Waldallee bringt uns schließlich zu einem der schönsten Architekturreservate Bulgariens – Bozhentsi (530 m). Das Dorf entstand im 14. Jahrhundert, als die Menschen während der Osmanischen Invasion Zuflucht in gebirgigen Regionen suchten. Unsere Unterkunft ist ein restauriertes Haus der bulgarischen Renaissance.

27. August: Etar – Veliko Tarnovo

30 km, ↑ 830 hm, ↓ 830 hm

Nach einer halben Tagestour durch die urigen Wälder des Balkangebirges erreichen wir das Freilichtmuseum Etar. Wir unternehmen eine kleine Führung durch die Ladenstraßen und besichtigen altertümliche Handwerksstätten – Vorführung historischer Handwerkskunst inklusive. Anschließend fahren wir nach Veliko Tarnovo, einer der ältesten Städte in Bulgarien. Dank des historischen Reichtums bietet die Stadt viele interessante Sehenswürdigkeiten zu besuchen, erleben und staunen.

28. August: Veliko Tarnovo und Arbanasi Stadtbummeln

Wir nehmen uns den Vormittag Zeit für eine Stadtbesichtigung: die berühmte Handwerkerstraße „Samovodska Charshiya“ mit Handwerkstätten und Galerien in 200 Jahre alten Häusern; die mittelalterliche Burg Tsarevets, in der sich die Residenz des Patriarchen befand; Architekturreservat Dorf Arbanasi, das nur 5 km von der Stadt enfernt ist. Später fahren wir nach Sofia. Wir übernachten in einem schönen Hotel am Fuße des Witoscha Gebirges, von dem wir schnnelle Anbindung ins Stadtzentrum sowie auf den höchsten Berggipfel haben. Transfer 3 Stunden nach Sofia.

29. August: Witoscha Gebirge

30 km, ↑ 820 hm, ↓ 1800 hm

Die letzte Tour beginnt gleich oberhalb der Hütte. Auf dem Gipfel Busludscha (Chadschi Dimitar) finden wir die Überreste des größten sozialistischen Denkmals. Wir fahren weiter auf Trails durch Buchenwälder oder lichte Wiesen. Sie führen uns zum malerischen, architektur-historischen Reservat Bozhentsi. Wir übernachten in einem traditionellen Gasthaus. Wir werden uns ins 19. Jahrhundert zurückversetzt, lernen viel über die Dorfgeschichte, besichtigen eine ethnografische Ausstellung und genießen die lokalen Köstlichkeiten.

30. August: Individuelle Rückreise

Nach dem Frühstück heißt es Abschied nehmen von Bulgarien. Je nach Abflugzeit habt ihr noch Gelegenheit auf eigene Faust die Balkanmetropole zu erkunden.

Tour-Ratgeber

In dieser Packliste haben wir notiert, was Ihr auf jeden Fall dabei haben solltet. Für diese Tour empfehlen wir ein vollgefedertes Mountainbike (120-160 mm) und Reifen mit sehr gutem Pannenschutz. Wir erwarten von jedem Teilnehmer eine solide Vorbereitung und ein gutes Training sowie das Beherrschen der Grundlagen des Mountainbikens (Grundposition, Bremsen, Kurven fahren, Hindernisse überwinden etc.)