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Über Land, Anreise, Unterkunft, Touren.
Das Land Bulgarien

Bulgarien liegt auf der Balkanhalbinsel, auf der alten Verkehrsstraße zwischen Europa und dem Orient. Nach einem gewonnenen Krieg gegen das Oströmische Reich wurde Bulgarien im Jahr 681 als Staat anerkannt, zu diesem Zeitpunkt der dritte in Europa.
In dem kleinen süd-osteuropäischen Land an der westlichen Schwarzmeerküste finden sich immer noch unberührte und atemberaubend schöne Naturlandschaften, geschmückt mit traditioneller Lebensart und historischen Denkmälern aus mystischen Zeiten.
Die bulgarische Gebirgslandschaft ist durch fünf mächtige Berge geprägt. Quer durch ganz Bulgarien, vom Westen bis an die Schwarzmeerküste, erstreckt sich das Balkangebirge. Steile Flanken nach Norden und breite Ausläufer nach Süden beherbergen kleine Städte und Dörfer mit typisch bulgarischer Kultur.
Witoscha – das Großstadt-Gebirge – liegt am südlichen Eingang von Sofia. In den Tiefen des Berges verbirgt sich “Duchlata”, die längste Höhle in Bulgarien (ca. 17,6 km). Auf seinen Hängen fließen die “Steinflüsse”, Geröllfelder mit bis zu vier Meter großen Moränen.
Im Westen strecken sich die zwei Riesen: Rila- und Pirin-Gebirge. Sie sind mit knapp 3000 Metern Bulgariens höchste Berge. Unzählige Gletscherseen spiegeln im Sommer die felsigen Gipfel mit hochalpinem Charakter wider.
Im Süden liegt das älteste Gebirge – die Rhodopen, die Heimat des Orpheus. Es gilt als das mildeste und freundlichste Gebirge. Malerische Laubwälder, tiefe Schluchten, riesige Höhlen und zauberhafte Felsformationen findet man in den Rhodopen.
Im ganzen Land sind zahlreiche Schätze von Naturheilquellen über altertümliche Kloster bis hin zu Überresten antiker Stätten mit verborgenen Sagen zu finden. Alles geprägt durch den Einfluss von verschiedenen Kulturen.

Das Klima

Das Klima hat durch die geografische Lage einen Schwarzmeer- und Mittelmeereinfluss und wird als gemäßigt kontinental charakterisiert. Im Norden ist der Sommer sehr heiß und trocken und der Winter kalt und schneereich. Im Osten liegt die Schwarzmeerküste. Dort sind die Sommertage sehr warm, der Herbst ist mild und der Winter regnerisch. Der Süden von Bulgarien ist von trockenen Sommertagen und einem milden Winter geprägt. Im Gebirge herrscht ab einer Höhe von 2000 Metern alpines Klima. Alle vier Jahreszeiten sind sehr deutlich ausgeprägt.

Die Tier- und Pflanzenwelt

Mensch und Tier haben ihre Wege in der Natur geschaffen und manchmal kreuzen sich diese. In den Nationalparks und den Naturschutzgebieten leben Bären, Wölfe und Wildschweine. Oft sind in den Bergen Kuh- oder Schafsherden unterwegs, die von treuen Herdenhütern bewacht werden. Größte Vorsicht und ruhiges Verhalten sind hier geboten.
Zwei giftige Schlangenarten sind in den Gipfelregionen (bis zu 2700 m) anzutreffen: Kreuzotter und Hornotter. Bei Pausen oder während des Fahrens sollte man daher auf seinen Weg achten.
Grundsätzlich gilt: In der Natur die Augen immer offen halten!
Die Planzenvielfalt ist in Bulgarien groß. Zahlreiche Heilpflanzen, Pilze und Wildbeeren finden sich in den Wäldern. Das Verzehren von solchen ist nur bei entsprechender Fachkenntnis empfehlenswert. In sämtlichen Naturschutzgebieten sind alle Tiere und Pflanzen geschützt und dürfen durch menschliche Eingriffe nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Das Sammeln von geschützten Arten, wie z. B. Edelweiß, ist streng verboten!

Die beste Reisezeit für einen Bike-Urlaub in Bulgarien

Die schönste Urlaubszeit ist von Mai bis Mitte September. Im Frühling erlebt man die wahre Blütezeit der Natur. Im Sommer kann man den angenehm erfrischenden Schatten der dichten Wälder und im Herbst die Explosion der Farben genießen.

Die Bergpfade und das Radfahren

Was das Bergradeln betrifft, ist die sportliche Szene in Bulgarien noch sehr übersichtlich. Und doch sind in den letzten Jahren viele neue Clubs und Organisationen mit motivierten und ambitionierten jungen Menschen entstanden, die einen bedeutenden Beitrag für die Entwicklung des Mountainbike-Tourismus leisten.
In vielen Bergregionen werden zunehmend Bike-Strecken ausgearbeitet, Wege werden gesäubert und markiert.
Die Beschaffenheit der Forstwege hat unterschiedlichen Charakter. Der Belag wechselt von Wiesen-, über Waldboden bis hin zu sandigem oder sogar sehr grobem Schotter. Tiefe Rillen, ausgewaschene Stellen oder Baumwurzeln kommen ebenfalls vor. Sie können aber zum Teil umfahren werden.
Die touristischen Pfade sind je nach Gebiet von verschiedener Natur: flowige Trails auf buntem Laubteppich, schmale Pfade in wilden alten Wäldern oder felsige und schroffe Gratübergänge mit alpinem Charakter.
Für Einsteiger und Genuss-Biker finden sich einfache Strecken mit leichten Anstiegen und fahrbaren Trails. Auf diesen Wegen steht das malerische Bild ursprünglicher Wälder, grüner Wiesen und tiefblauer Seen im Vordergrund. Auf gepflegten Karrenwegen oder Wiesentrails, vorbei an altertümlichen Kulturschätzen, radeln wir durch wenig besiedelte Ortschaften.
Und doch bleibt immer noch ein großer Teil der Wander- und Forststraßen in den Bergen rau und unberührt. Viele Wege bieten eine echte Herausforderung und mit Sicherheit ein unvergessliches sportliches Abenteuer. Steile Schotterpisten oder extreme technische Abfahrten garantieren einen hohen Spaßfaktor für Adrenalinfreaks.

Die Levels

Unter Berücksichtigung der Faktoren Körperliche Fitness (Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit) und Beschaffenheit der Strecken bewerten wir unsere Touren in fünf Schwierigkeitsgraden.

★☆☆☆☆

Körperliche Fitness:

• Kilometer: max. 30/Tag
• Höhnemeter: max. 400/Tag
• Tempo: 350 hm/Stunde

Wege und Trails:

• Asphalt, Beton, breite Forststraßen mit festem Belag ohne Hindernisse
• Trails mit Breite nicht weniger 150 cm, Maximale Neigung von 8 %
• Keine engen Kurven, bei denen man keine Sicht hat
• Befestigter, glatter und ebener Belag

★★☆☆☆

Körperliche Fitness:

• Kilometer: max. 50 km/Tag
• Höhnemeter: max. 1000 hm/Tag
• Tempo: 400 hm/Stunde

Wege und Trails:

• Nebenstraßen mit Wechselbelag (Gras, Erde, Sand, Schotter, Fels oder Stein), ohne große Hindernisse
• einfache Wege und Pfade mit Breite über 75 cm (engere Stellen/Verengungen sind möglich, wenn sie auch ersichtlich sind und keine weiteren Hindernisse vorhanden sind), Mittlere Steilheit bis zu 8 %, Maximale Steilheit bis zu 15 %, Befestigter, glatter und ebener Belag, Enge Kurven sind vorhanden, die Ausfahrten sind gut ersichtlich

★★★☆☆

Körperliche Fitness:

• Kilometer: max. 75 km/Tag
• Höhnemeter: max. 1500 hm/Tag
• Tempo: 500 hm/Stunde

Wege und Trails:

• Breite nicht weniger als 50 cm
• Mittlere Steilheit bis zu 15 %
• Maximale Steigung bis zu 20 %
• Überwiegend verfestigter und stabiler Belag, aber an mehreren Stellen uneben. Einzelne Stellen mit nicht verfestigtem Boden können vorkommen
• Unebene Stellen, feste Steine, Wurzeln, Rillen, Schrägfahrten, Stufen, Hindernisse mit einer Höhe von 20 cm, ohne Möglichkeit für Umfahrung; andere höhere Hindernisse mit Umfahrungsmöglichkeit können auch vorkommen.
• Enge Kurven mit schlechter Sicht, weitläufige Kehren mit leichtem Gefälle
• Brücken mit einer Breite über 50 cm, ohne Umfahrung können auch vorkommen
• Neben dem Pfad ist ein steiler oder senkrechter aber ungefährlicher Hang möglich
• Kurze Passagen können teilweise oben genannten Eigenschaften überschreiten

★★★★☆

Körperliche Fitness:

• Kilometer: max. 100 km/Tag
• Höhnemeter: max. 2000 hm/Tag
• Tempo: 600 hm/Stunde

Wege und Trails:

• Breite nicht weniger als 30 cm
• Maximale Steilheit bis zu 30 %
• Unterschiedlicher Belag, überwiegend uneben und unverfestigt
• Viele unterschiedliche Hindernisse kommen vor: unebene Stellen, verfestigte oder lose Steine, Wurzeln, Rillen und Rinnen, Schrägfahrten, Stufen; Hindernisse mit einer Höhe von 40 cm ohne Umfahrung, oder höhere Hindernisse mit Umfahrung
• Enge Kurven mit schlechter Sicht oder Spitzkehren mit mittlerer Neigung können vorkommen.
• Brücken nicht enger als 50 cm, die nicht umfahren werden können.
• Steiler und gefährlicher Hang auf der Außenseite des Pfades ist möglich.
• Kurze Passagen können teilweise oben genannten Eigenschaften überschreiten
• Ein Streckenabschnitt über 50 m, der nicht befahren werden kann, auf dem Stoßen oder Tragen des Rades erforderlich ist.

★★★★★

Körperliche Fitness:

• Kilometer: über 100 km/Tag
• Höhnemeter: über 2000 hm/Tag
• Tempo: 750 hm/Stunde

Wege und Trails:

• Die Breite ist ohne Begrenzung
• Die durchschnittliche Neigung ist ohne Begrenzung
• Die maximale Neigung ist ohne Begrenzung
• Sehr ruppiger und loser Untergrund
• Viele und unterschiedliche Hindernisse – Unebenheiten, stabile oder lose Steine, Wurzeln, Rinnen und Rillen, seitliche Neigung, Stufen, Scharfe Kurven mit schlechter Sicht, sehr enge Spitzkehren, steile Hänge
• Brücken mit einer Breite kleiner als 50 cm, die nicht umfahren werden können
• Ein Streckenabschnitt über 50 m, der nicht befahren werden kann, auf dem Stoßen oder Tragen des Rades erforderlich ist.

Die Ausrüstung

Für die Teilnahme an einem Bike-Urlaub benötigst Du vor allem ein funktionsfähiges Bike und einen guten Helm. Je nach Tour sind verschiedene Bikes, wie Hardtail, Cross Country (80-100 mm), All Mountain (120-140 mm), Freeride (180 mm) oder Downhill (200 mm), möglich. Deine persönlichen Fähigkeiten und Erfahrungen sind für die Wahl des Bikes entscheidend. Wer die Fahrtechnik beherrscht, kann auch mit einem Cross-Country-Bike sicher abfahren. Und wer den Komfort des Federwegs bevorzugt, entscheidet sich für ein gefedertes Bike.
Eine unverbindliche Checkliste mit der meistverwendeten Ausrüstung könnt Ihr HIER runterladen. (download Balkanche’s Packliste)

Die Unterkünfte und die Verpflegung

Wir sind in Städten und Ortschaftenzumeist in kleinen Hostels oder Gasthäusern untergebracht. Dort tauchen wir in die einheimische Welt ein. Von der Einrichtung bis hin zu der Verpflegung genießen wir die traditionelle Lebens- und Kochart. In den Bergen hingegen erwartet den Reisenden ein abenteuerlicher Minimalismus. Die wesentlichen Dinge, wie eine warme Dusche, saubere Bettwäsche und frisch gekochtes Essen, sind aber vorhanden.
Die traditionellen bulgarischen Gerichte sind von den vielen Völkern und Nationalitäten, die auf dem Territorium des Landes angesiedelt waren, beeinflusst. Verschiedene Getreide-, Fisch- und Gemüse- sowie deftige Fleischgerichte werden serviert.
Das Wasser in den Städten ist meist unbehandelt und kann aus der Leitung getrunken werden. In der Natur finden sich zahlreiche Mineralquellen mit sauberem und frischem Wasser.

Die Anreise

Die Anreise erfolgt am besten entweder mit dem eigenen Auto oder per Flugzeug. Eine Zugfahrt ist auch möglich, aber wegen der langen Dauer nicht empfehlenswert. Am schnellsten und bequemsten ist die Anreise von Deutschland aus mit dem Flugzeug. Hauptanreiseort für unsere Touren ist die Hauptstadt Sofia. Weitere internationale Flughäfen befinden sich in den Küstenstädten Burgas und Warna und im Süden in der Stadt Plowdiw. Von dort aus ist Sofia am besten mit einem Bus erreichbar. (Burgas-Sofia: ca. 7 Std.; Warna-Sofia: ca. 7 Std.; Plowdiw-Sofia: ca. 2 Std.)

Visum

Seit 2007 ist Bulgarien Mitglied der Europäischen Union. Folglich besteht für Bürger anderer Schengen-Staaten Reisefreiheit bis zu 90 Tagen. Mehr Information über die Staaten mit Visa-Regelungen findet Ihr HIER.

Die Reiseversicherung

Wir empfehlen unbedingt den Abschluss einer Reiseversicherung, die folgende Leistungen abdeckt: Gepäckverlust, Reiseverspätungen, Bergrettung (mit oder ohne Hubschrauber) und Krankenpflege. Sie können diese Versicherung z.B. HIER abschließen.

Wie viel bulgarisches Geld brauche ich für den Urlaub?

Die Währung in Bulgarien ist der Lew. Der Geldwechsel im Land erfolgt in Banken oder in Geldwechselbüros. Ein Lew entspricht ca. 0,51 €, 0,62 CHF, 0,6 USD oder 0,4 GBP. Für den Bike-Urlaub empfehlen wir Euch ca. 500 € mitzubringen.

Habt Ihr noch Fragen?

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